Über mich

1957 in Wuppertal geboren wuchs ich zwischen dem quirligen Ruhrgebiet und dem bedächtigen Bergischen Land auf. Seit meinem fünfzehnten Lebensjahr bin ich leidenschaftlicher Motorradfahrer, schraube an Fahrrädern, singe manchmal, und koche gerne und gut. Und lese seit dem ersten Schuljahr, was mir in die Finger kommt.


Mit sechzehn flog ich völlig zu Recht vom Gymnasium - wir passten einfach nicht zusammen. Ich bin mir sicher: Das hatte auch damit zu tun, dass ich das von Thoreau so gut beschriebene Sauntering, das Schlendern als Grundhaltung auf der Suche nach dem Sinn, schon früh für mich entdeckte.

Und außerdem: Ich war schlichtweg zu faul irgend etwas zu büffeln, was mich so gar nicht interessierte. Bis ich merkte, dass es ohne dem nicht geht, war es schon passiert.


In der Folge wurde ich Eisenwaren-Kaufmann, war beim Bund, fuhr Lkw, verkaufte Versicherungen und arbeitete in einer Autowerkstatt. Lernte das Tischlerhandwerk, heiratete und gründete eine tolle Familie, holte den Schulabschluss nach, studierte Holztechnik, und realisierte über viele Jahre Läden in ganz Deutschland.


In der Lebensmitte lernte ich durch Zufall (den es gar nicht gibt: Nichts geschieht zufällig, sondern hat immer einen Sinn) eine anthroposophische Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung kennen. Das veränderte in meinem Leben alles: Ich fing dort als Quereinsteiger an und arbeitete mit geistig und psychisch behinderten Menschen. Bildete mich weiter, leitete die Arbeitstherapie in einer Suchthilfeklinik, lebte und arbeitete als Heimleiter einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit Menschen unter einem Dach, die aufgrund ihrer Behinderungen ständige Betreuung brauchen. Ich lernte viel dabei - besonders, was Leben eigentlich bedeutet. Was wirklich zählt.


Ich verstand, wie unendlich wichtig es ist sein Leben mit dem zu verbringen, was man wirklich will - und fing mit fast Sechzig an zu schreiben.


Mit der Frau meines Lebens lebe ich in einem Dorf am Chiemsee, meine beiden wunderbaren Töchter sind erwachsen, stolzer Großvater bin ich auch schon - und wahnsinnig gespannt darauf, was noch alles für mich bestimmt ist.